Der gravierendste Verlust der Insolvenz ist die Reputation

Betrachten Unternehmer einer insolventen GmbH im Nachhinein die negativsten Konsequenzen der Insolvenz, ist der Verlust der Reputation für viele das größte Hindernis zum Aufbau einer neuen Existenz. Sowohl in der Gründung eines neuen Unternehmens als auch auf der Suche nach einer Festanstellung eilt den ehemaligen Geschäftsführern der schlechte Ruf voraus. Noch bescheidener sind die Erfolgsaussichten, wenn die Abgabe der Vermögensauskunft erfolgt ist. Hier muss der Geschäftsführer mit seiner Unterschrift geradestehen, was auch für die private Bonität, wie den Kauf auf Rechnung oder das Mieten einer Wohnung negative Auswirkungen bereithält. Die Hoffnung sich durch die Insolvenz der finanziellen Probleme zu entledigen und Ruhe vor den Gläubigern zu haben ist allenfalls von kurzer Dauer. Über Jahre oder sogar Jahrzehnte stehen die Geschäftsführer dagegen, unabhängig von den Fakten, in der Verantwortung die Schuld für die Pleite zu tragen.

Die Zeit zum Handeln ist vor einer Insolvenz stark begrenzt

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Ist die Zahlungsunfähigkeit festgestellt, beginnt die Uhr zu ticken. Nur drei Wochen bleiben ab diesem Zeitpunkt, um ohne rechtliche Konsequenzen die Insolvenz zu beantragen. In dieser Zeit haben Sie die Möglichkeit auch Alternativen in die Wege zu leiten. Infrage kommen unter anderem der Verkauf der GmbH oder der Weg in die Liquidation. Um zwar schnell, jedoch auch überlegt eine Entscheidung zu treffen, ist es sinnvoll die Hilfe eines Experten in Anspruch zu nehmen. Speziell beim Verkauf einer finanziell sehr angeschlagenen GmbH lauern auch schwarze Schafe. Mit der Beratung durch eine unabhängige Fachkraft ist es leicht über alle Informationen zu verfügen und noch einmal haarscharf an der Insolvenz vorbeizuschlittern.

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